Bequemschuhe, Comfortschuhe, Helvesko, LadySko, dansko

Schrift:  + vergrößern   |   – verkleinern

Sie befinden sich hier: Startseite » Service » Wissenswertes » Das A-Z der Füße

Das A-Z der Füße

Bei ComfortSchuh sollen Sie sich wohl fühlen - so wohl wie Ihre Füße in unseren naturgesunden Markenschuhen.

Im Schnitt geht der Mensch während seines Lebens rund vier Mal um die Erde. Das sind 270 Millionen Schritte, und bei jedem tragen die Füße das gesamte Körpergewicht. Wie wir gehen und stehen, hat außerdem Einfluss auf das Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Gelenken, auf die Durchblutung, auf die Wirbelsäule und vieles mehr. Seien Sie deshalb nett zu Ihren Füßen! Gesunde Füße sind nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern die Basis Ihres gesamten Wohlbefindens.

Naturgesundes Gehen in fußgerechten ComfortSchuhen ist dafür ein wertvoller Beitrag. Das ComfortSchuh-Naturkonzept sorgt für einen Bewegungsablauf so nahe wie möglich am Barfußlaufen. Hier gibts zusätzlich Pflegetipps und Informationen rund um den Fuß.

Suchbegriffe:

Anatomie des Fußes
Barfußgehen
Cremen
Durchblutung
Entwicklung des Fußes
Ferse
Fußbad
Fußmassage
Fußschäden
Griechischer Fuß
Gymnastik
Hallux Valgus
Hornhaut
Hühneraugen
Kalte Füße
Kneipp
Krampfadern
Nagelpflege
Nerven
Pilzerkrankungen
Reflexzonen-Massage
Warzen
Zehen

Anatomie des Fußes

Jeder Fuß ist ein kompliziertes Kunstwerk der Natur, bestehend aus 26 zum Teil feinsten Knochen mit 31 Gelenken, aus Binde- und Knorpelgewebe, Gefäßen und Nerven. Für Beweglichkeit und Stabilität sorgt eine Vielzahl von Muskeln und Bändern.

Das Besondere an dieser Konstruktion: Da die Fußknochen als Gewölbe gebaut sind, sind sie extrem belastbar und können das Körpergewicht ideal verteilen. Genau genommen sind es zwei Gewölbe, die sich kreuzen: Eines liegt quer im Mittelfuß, das zweite spannt sich über die gesamte Länge des Fußes.

Orthopäden unterscheiden beim Fuß zwei Bereiche: den Vorfuß mit den Zehen und dem Mittelteil sowie den Rückfuß, auch Fußwurzel genannt, mit der Ferse. Mehr zu Zehen und Ferse lesen Sie unter den entsprechenden Stichworten.

Barfußgehen

Ziehen Sie öfter einmal die Schuhe aus! Nichts ist für die Füße so gesund wie Barfußgehen. Dann stimmt der ganze Bewegungsablauf, die Reflexzonen werden stimuliert, der Gleichgewichtssinn wird trainiert und die Durchblutung angeregt. Erleben Sie wieder das herrliche Freiheitsgefühl, weichen Sand, Gras oder Moos unter den nackten Fußsohlen zu spüren.

Auch zum Abhärten gegen Erkältungskrankheiten wird Barfußgehen empfohlen. Unser Tipp, wo es besonders Spaß macht: Im Internet finden Sie unter www.barfusspark.info das interessante Verzeichnis der Barfußpfade in Deutschland.

Gut zu wissen: Für die vielen Gelegenheiten, bei denen Sie nicht barfuß gehen können, hat ComfortSchuh das Naturkonzept entwickelt. In allen ComfortSchuhen haben Ihre Zehen dieselbe Bewegungsfreiheit, der Fuß rollt weitgehend genauso natürlich ab, und das Klima ist frisch und atmungsaktiv.

Cremen

Der wichtigste Beitrag zu samtweich gepflegten Füßen. Am besten verteilen Sie täglich einen Klecks Pflegecreme auf den Füßen. Mit dem Daumen wird die Creme in kreisenden Bewegungen vom Rist über die Fußsohlen bis zu den Zehen einmassiert. Fußcremes gibt es mit vielen verschiedenen Wirkstoffen, von erfrischend bis lindernd, von nährstoffreich bis antiseptisch und desodorierend.

So können Sie auch gut auf Ihren Hauttyp eingehen. Wenn Ihre Füße sehr rau und trocken sind, verwenden Sie am besten reichhaltige Öl-in-Wasser- Emulsionen mit Feuchthaltefaktoren wie Urea und Milchsäure. Als besondere Pflegeeinheit lassen Sie ab und zu die Creme wie eine Fußmaske einwirken: Sehr dick auftragen, lockere Socken darüber ziehen und die Beine hochlegen – z.B. solange Ihr Lieblingsfilm im Fernsehen läuft.

Durchblutung

Wie die Hände, sind auch die Füße besonders gut durchblutet – und besonders empfindlich gegen Durchblutungsstörungen. Vom Herzen kommt sauerstoffreiches Blut durch die Arterien bis in den Fuß. Solange das Blut dorthin sozusagen "bergab" fließt, geht das noch recht einfach. Schwierig wird es "bergauf", beim Rücktransport des verbrauchten Blutes in den Venen. Hier hat der Körper Pumpkräfte vorgesehen. Die entsprechenden Muskel- und Gelenkpumpen arbeiten in den Zehengelenken durch abwechselnde Streckung und Beugung, in den Fußmuskeln, in der Sprunggelenkpumpe und am stärksten im Wadenmuskel. All diese Muskel- und Gelenkpumpen funktionieren allein durch Bewegung.

Die Gesunderhaltung des Pumpensystems ist lebensnotwendig – bei zu wenig Bewegung sind Zivilisationskrankheiten wie Krampfadern, Venenentzündungen, Thrombosen und viele mehr vorprogrammiert. Zu Problemen kommt es aber auch durch zu enge Schuhe, in denen die Durchblutung abgeklemmt und die Beweglichkeit von Zehen und Fußmuskeln eingeschränkt wird. Hohe Absätze tun ein weiteres: Durch die falsche Körperhaltung wird der Wadenmuskel verkrampft, die Wadenpumpe kann nicht arbeiten.

Achten Sie Ihrer Durchblutung zuliebe auf gute Bewegungsfreiheit auch in geschlossenen Schuhen und auf einen Bewegungsablauf möglichst wie barfuß. Ein schöner Nebeneffekt: Gut durchblutete Füße haben höhere Widerstandskräfte gegen Pilze und Bakterien und werden nicht so schnell kalt!

Entwicklung des Fußes

Die Entwicklung des menschlichen Fußes hat einige Millionen Jahre gedauert. Sie begann in der Zeit, als unsere Vorfahren von den Bäumen stiegen und anfingen, aufrecht zu gehen. Zuvor waren die Füße ähnlich gebaut wie die Hände: Die große Zehe war abgespreizt wie ein Daumen. So ist das bis heute bei den Menschenaffen, damit sie auch mit den Füßen Äste umfassen können.

Der menschliche Fuß mit fünf gerade nebeneinander gestellten Zehen ist dagegen erheblich besser für das Leben auf zwei Beinen geeignet. Gleichzeitig sind die Füße auch erstaunlich vielseitig. Tatsächlich hat kein anderes "Säugetier" so vielseitige Füße wie der Mensch. Wir können damit laufen und schleichen, springen und klettern, auf den Zehenspitzen gehen und schwimmen, im Notfall sogar schreiben und malen.

Doch um diese Beweglichkeit und Vielseitigkeit zu erhalten, brauchen die Füße möglichst natürliche Bedingungen. Und das ist leichter gesagt als getan. Seit der Fuß "erfunden" wurde, hat er sich kaum verändert – wohl aber die Lebensumstände des Menschen. Statt den ganzen Tag zu jagen, Beeren zu sammeln und über Stock und Stein zu laufen, sitzen wir im Büro, im Auto, vor dem Fernseher. Statt auf Naturböden gehen wir auf hartem Asphalt. Schlimmer noch, die Füße werden dabei in engen und starren Schuhen eingesperrt. Auf Dauer müssen so ihre phantastischen Fähigkeiten verkümmern, und die gesamte Gesundheit nimmt Schaden. Wer das erkennt, hat mit mehr Fußbewusstsein schon den ersten Schritt getan.

Ferse

Die Ferse, auch Fußwurzel oder Rückfuß genannt, umfasst den hinteren Teil des Fußskeletts. Sie besteht aus insgesamt sieben Knochen. Der stärkste ist das Fersenbein, der Stützpfeiler des gesamten Fußgerüstes, dazu kommen Sprungbein und Kahnbein, die im Übergang zum Unterschenkel das Sprunggelenk bilden. Die Belastung der Ferse ist ernorm: Bei jedem Schritt fängt sie die Wucht der Landung ab. Das ist schon beim normalen Gehen das 4-fache des Körpergewichts.

Die Erschütterung der Schritte wird in der Ferse gedämpft, dennoch setzt sie sich bis in den Rücken fort. Diese Erfindung der Natur ist jedoch vorgesehen für federnde Naturböden wie Erde, Gras, Waldboden und Sand. Harte Straßen sind darum für Füße, Rücken und Gelenke eine Tortur. Entsprechend wichtig sind bequeme Schuhe mit stoßdämpfenden Fußbettungen und Sohlen. Sie spüren die Entlastung im ganzen Körper.

Übrigens setzt die Ferse zuerst nicht genau in der Mitte auf, wie häufig angenommen wird, sondern im äußeren, hinteren Bereich. "Schief gelaufene Hacken" an den Schuhen sind nichts anderes als das Abbild dieses Bewegungsablaufs. Gesundes Gehen wird am besten durch Schuhe unterstützt, die zum Abrollen bereits an den richtigen Stellen angeschrägt sind, wie z. B. Schuhe von ComfortSchuh.

Fußbad

Eine wohltuende Erholung für strapazierte Füße ist ein Fußbad – gleichzeitig sollte dies die Vorbereitung für alle fußpflegerischen Maßnahmen wie Nägelschneiden, Eincremen oder Hornhautentfernung sein. Ein Fußbad entfaltet besondere Wirkungen, es ist erwärmend und fördert dadurch die Durchblutung. Ebenso erfrischt und desinfiziert es Ihre Füße, was Sie durch besondere Badezusätze noch verstärken können. Ein Fußbad dient ebenso dazu, den Körper insgesamt zu entspannen und Abstand vom Alltagsstress zu gewinnen.

Wohltuende Badezusätze sind z.B. Meersalz, Eukalyptus-, Lemongras- und Teebaumöl, Wacholderöl oder Thymianöl. Verwenden Sie kein zu heißes Wasser, es sollte maximal 36°C warm sein. Gut für den Kreislauf, auch um die Gefäße zu trainieren und kalten Füßen vorzubeugen, sind Wechselbäder: abwechselnd 5 Minuten warm, 20 Sekunden kalt, immer mit kalt aufhören. Wichtig: Vergessen Sie nicht, Ihre Füße nach dem Bad gut abzutrocknen, vor allem auch zwischen den Zehen.

Fußmassage

Massagen bringen müde und schwere Füße wieder auf Trab. Sie können eine Fußmassage selbst durchführen oder sich von Ihrem Partner verwöhnen lassen. Achten Sie darauf, dass der Fuß mit beiden Händen weich gestreckt, gebeugt und gekreist wird. Diese passive Bewegung hilft bei der Entspannung. Anschließend sollte jeder einzelne Zeh sanft im Gelenk gedreht und gedehnt werden.

Besonders wohltuend ist es, wenn die Fußsohlen mit den Fingerknöcheln von den Zehen zu den Fersen mit Nachdruck ausgestrichen werden. Das fördert die Blutzirkulation und sorgt dafür, dass gestautes Blut aus den Venen zum Herzen hin geführt wird. Angenehm und belebend ist auch die Massage auf genoppten Holzrollen oder mit Igel-Bällen. Solche Massagen können Sie bequem "nebenbei" durchführen, z.B. vor dem Fernseher. Dabei werden auch die Fußreflexzonen stimuliert.

Fußschäden

Studien zeigen, dass 99% der Menschen mit gesunden Füßen zur Welt kommen. Doch betrachtet man die Füße Erwachsener, so leiden erschreckend viele unter Fußschäden (Fußläsionen), allein über 60% unter Senk-, Hohl- und Spreizfüßen. Häufig speziell bei Damen sind Hammerzehen, Hühneraugen und der Hallux Valgus, die Verkrümmung der großen Zehe mit verdicktem Zehenballen. Die Hauptursachen für all diese Fußschäden sind Stauchungen und Verformungen durch zu enge, zu spitze und drückende Schuhe. Lassen Sie es erst gar nicht dazu kommen! Füße brauchen bequeme Schuhe, in denen sie sich bewegen können wie barfuß, ganz besonders im Zehenbereich. Nur dann bleibt der Fuß gesund, und gleichzeitig stimmt der natürliche Bewegungsablauf.

Griechischer Fuß

Haben Sie einen "griechischen Fuß"? So sagt man, wenn die zweite Zehe (die dem Zeigefinger entspricht) länger ist als die große Zehe – angeblich ist diese etwas seltenere Fußform besonders elegant. Bei den meisten Menschen ist jedoch die große Zehe am längsten, dann spricht man vom "ägyptischen Fuß". Wenn die Füße gesund und gepflegt sind, sind beide Fußtypen schön!

Gymnastik

Regelmäßige Fußgymnastik ist ein Wellnessprogramm für die Füße – nehmen Sie sich ruhig ein wenig Zeit dafür und verbinden Sie es am besten mit einem Fußbad. Nach einigen Minuten im lauwarmen Wasser ist die Muskulatur geschmeidig und gut vorbereitet für die anschließenden Übungen. Spreizen und strecken Sie die einzelnen Zehen, versuchen Sie damit "Klavier zu spielen". Auch kleinere Geschicklichkeitsübungen fördern die Beweglichkeit und stärken die speziellen Fußmuskeln: Etwa das Spielen mit Murmeln oder das Aufheben kleiner Gegenstände, z.B. das Greifen eines Handtuchs. Laufen Sie auch ab und zu mal wieder barfuß!

Hallux Valgus

Unter Hallux Valgus versteht man die Verdickung des vorderen Zehenballens mit schräg gestellter großer Zehe – ein Problem, das vor allem Frauen kennen. Tatsächlich sind spitze Schuhe die Ursache. Jahrelanges Tragen von spitzen Schuhen verformt die Füße, bis es zu dieser schmerzhaften Deformation kommt. Die große Zehe kann sich quer über oder seltener unter die anderen Zehen legen. Unter dem Druck des Mittelfußknochens verdünnt sich die Haut, rötet sich, und der Schleimbeutel am Zehengelenk entzündet sich. Bei Nässe und Kälte im Winter sind die Beschwerden besonders stark, weshalb man auch vom "Frostballen" spricht.

Darum Vorsicht vor Schuhen, in denen die Zehen zusammegequetscht werden! Fußgerecht sind Schuhe erst dann, wenn sich der gesamte Knochenfächer der Zehen natürlich ausbreiten kann und auch die große Zehe im Schuh gerade gestellt bleibt.

Hornhaut

Hornhaut sieht nicht nur unschön aus, sie bietet auch in rissigen Falten ideale Nistplätze für Pilze und Bakterien. Es ist darum wichtig, Hornhaut an Ferse und Fußsohle regelmäßig und sanft zu entfernen. Ein behutsam aufweichendes Fußbad, Hornhaut-Feilen und Bimsstein sind die besten Helfer. Vorsicht mit der Raspel oder dem groben Hornhaut-Hobel, denn man kann sich damit leicht verletzen. Hilfreich sind auch spezielle Hornhautpflaster. Wer kein Fußpflege-Profi ist, lässt besser die Hände davon und wendet sich an eine Praxis für Podologie (medizinische Fußpflege).

Nach dem Entfernen halten Sie mit pflegenden Fußcremes die Haut geschmeidig und verhindern die Hornhautneubildung. Begleitend können Sie mit Fußgymnastik und Fußbädern für eine bessere Blutzirkulation sorgen. Übrigens: Hornhaut entsteht durch Reibung, besonders an der Ferse. Fußgeformte, weiche Bequemschuhe mit stoßdämpfenden Fußbettungen können die Entstehung verringern.

Hühneraugen

Die beste Medizin ist Vorbeugung – denn Hühneraugen entstehen durch falsche Schuhe, die im Zehenbereich zu eng und zu spitz sind. Durch den ständigen Druck bildet sich an den Zehen ein Hornhautkern, der in das darunter liegende Gewebe drückt und bald bei jedem Schritt stechend schmerzt. Tragen Sie am besten naturgeformte Schuhe mit viel Zehenfreiheit, die solche Probleme erst gar nicht entstehen lassen.

Doch auch bei bestehenden Problemen können fußgesunde Schuhe helfen. Wenn nichts mehr den Fuß einengt und die gute Durchblutung wieder gewährleistet ist, können sich Hornhaut und Hühneraugen mit der Zeit von selbst zurückbilden. Schneller geht es mit Spezialpflastern aus der Apotheke. Sie enthalten zumeist Salicylsäure und entfernen Hühneraugen oft schon in wenigen Tagen.

Kalte Füße

Viele Menschen leiden unter kalten Füßen, besonders Frauen, die von Haus aus eine niedrigere Körpertemperatur haben. Weitere Gründe dafür sind niedriger Blutdruck und schlechte Durchblutung, auch verursacht durch zu enge Schuhe und Strümpfe. Oft hilft schon das Umsteigen auf Schuhe, die dem Fuß gesunden Platz lassen. Vermeiden Sie auch Strümpfe mit einschneidenden Bündchen! Durchblutungsanregend ist vor allem Bewegung. Treppen steigen statt Fahrstuhl fahren, Laufen, Wandern, Nordic Walking, all das regt die Blutzirkulation an. Als Sofortmaßnahmen helfen neben dicken Socken vor allem Massagen, Zehengymnastik (strecken, krümmen, spreizen) und Fußbäder.

Besonderer Tipp für ein Fußbad gegen kalte Füße: das klassische Hausmittel Senfbad. Dazu brauchen Sie nur Senfmehl aus der Apotheke und warmes Wasser. Lösen Sie 20 bis 30 Gramm Senfmehl pro Liter Wasser auf und baden Sie die Füße ca. 10 Minuten. Die Wirkung ist stark und sofort spürbar – bei leicht reizbarer Haut erst vorsichtig ausprobieren.

Kneipp

Sebastian Kneipp, geb. am 17. Mai 1821, war Naturheilkundiger und katholischer Stadtpfarrer in Wörishofen. Er entwickelte zahlreiche Methoden, wie kaltes und warmes Wasser in Naturheilverfahren angewendet werden kann. Seine Kneippkur dient vor allem der Vorbeugung und Behandlung von Gefäßkrankheiten. Am bekanntesten ist das Wassertreten. In zahlreichen öffentlichen Parks und Kurgärten gibt es Wassertret-Anlagen, in denen Sie "Gesundheit durch die Füße" tanken können. Gehen Sie dabei wenige Minuten im kalten fließenden Wasser auf und ab, streifen Sie danach das Wasser mit den Händen ab und laufen Sie eine Weile barfuß hin und her. Wenn die Füße prickeln, spüren Sie den Durchblutungseffekt ganz deutlich!

Krampfadern

Krampfadern (Varikosis, Varizen) sind eine krankhafte Veränderung der Venen, die am häufigsten an den Beinen auftritt – eine Volkskrankheit, von der vor allem Frauen betroffen sind. Meistens sind die Verschlingungen der Venen jedoch nur harmlos, etwa 12% müssen medizinisch behandelt werden.

Krampfadern entstehen, wenn das Venensystem das Blut nicht mehr richtig zum Herzen zurück transportiert – dabei ist die Pumpleistung des Herzens, aber auch die der Fußmuskeln und vor allem der Wadenmuskulatur von Bedeutung. Vererbte Bindegewebsschwäche, Bewegungsmangel und Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht spielen eine wesentliche Rolle.

Zur Vorbeugung gegen Krampfadern wird ein regelmäßiger Ausdauersport wie Gehen, Nordic Walking, Schwimmen oder Radfahren empfohlen. Auch Wechselduschen und kaltes Wasser verbessern die Blutzirkulation. Legen Sie öfter die Beine hoch, schlagen Sie im Sitzen möglichst nicht die Beine übereinander und vermeiden Sie in jedem Fall einschneidende, das Blut stauende Strümpfe. Verzichten Sie auch auf hohe Absätze, denn durch sie wird die Wadenmuskulatur verkrampft und die Wadenpumpe kann nicht richtig arbeiten. Ideal sind – wie bei ComfortSchuh – die konsequent flache Null-Linie wie beim Barfußgehen oder kleine Absätze bis maximal 2,5 cm.

Nagelpflege

Ein wichtiger Aspekt der Fußpflege ist das richtige Nägelschneiden. Am Anfang steht immer das sanfte Erweichen des Nagels durch ein Fußbad. Verwenden Sie eine spezielle Nagelschere oder einen Knipser, um die Zehennägel in Top-Form zu bringen. Im Gegensatz zu Fingernägeln, die rund geschnitten werden, sollten Sie Fußnägel gerade schneiden, aber nicht zu tief, da sie sonst schmerzhaft ins Nagelbett einwachsen können.

Die anschließende Feinarbeit erledigen Sie am besten mit einer Feile – für Diabetiker, Rheumatiker und alle Menschen mit besonders verletzungs- und entzündungsgefährdeten Füßen ohnehin die beste Empfehlung. Wichtig: Feilen Sie Nägel immer von außen zu Mitte hin, um Spliss zu vermeiden.

Nagelhaut sollten Sie nie abschneiden, denn sie schützt den Nagel vor Infektionen. Wenn Sie möchten, können Sie die aufgeweichte Nagelhaut mit einem speziellen Fußpflegewerkzeug – etwa einem Rosenholzstäbchen – vorsichtig zurückschieben. Eine gute Hilfe sind auch Nagelöle, die bei regelmäßiger Anwendung und sanfter Massage die Nagelhaut weich halten.

Den Abschluss der Nagelpflege bildet das Polieren mit Polierfeile oder Polierschwämmchen. Verschiedene Oberflächen von grob bis fast glatt gleichen Unebenheiten des Nagels aus und sorgen für natürlichen, matten Glanz.

Wenn Sie Nagellack benutzen möchten, tragen Sie immer einen farblosen Unterlack auf. Er schützt die Nägel vor Verfärbungen. Spezielle Lacke führen dem Nagel auch Nährstoffe zu oder helfen bei Nagelproblemen.

Nerven

Unzählige Nerven befinden sich in den Füßen. Nicht nur die Nerven-Enden der Organe und Körperregionen, die so genannten Reflexzonen, münden hier. Viele Nerven haben auch Spezialaufgaben fürs Gehen. Stellen Sie sich vor, was geschieht, wenn Sie über unebenes Gelände gehen, womöglich sogar im Dunkeln. Ganz von selbst reagieren die Füße auf alle Unebenheiten und passen sich mit kleinsten Ausgleichsbewegungen an. Die Nerven der Fußsohle geben bei der geringsten Bodenberührung die Meldung an das Rückenmark und ans Gehirn weiter, wie der Untergrund beschaffen ist. Das Gehirn antwortet mit dem Befehl für die entsprechende Reaktion, und die Nerven leiten den Befehl blitzschnell an die Muskeln weiter. Wird dieser schnelle Austausch gestört, stolpert man leicht und kann bei der kleinsten Unebenheit stürzen. Darum ist es auch für den Gleichgewichtssinn wichtig, die Füße immer wieder mit Barfußgehen zu trainieren, sie beweglich zu halten und für gute Durchblutung zu sorgen.

Pilzerkrankungen

Zu den häufigsten Fußproblemen gehören Pilzerkrankungen. Pilze siedeln sich an den Füßen an, weil es dort häufig feucht ist und weil sich Ritzen und Risse in der Hornhaut zum "Verstecken" anbieten. Besonders gefährdet sind Füße mit schlechter Durchblutung, weil dann auch noch das körpereigene Abwehrsystem geschwächt ist.

Vorbeugen können Sie am besten durch Hygiene. Das Risiko, sich in Sportduschen, Saunen und Schwimmbädern anzustecken, verringern Sie durch das Tragen von Badeschlappen und das Benutzen der Fuß-Desinfektions-
duschen. Auch zu Hause ist es wichtig, dass jedes Familienmitglied ein eigenes Handtuch benutzt. Die Füße immer gründlich abfrottieren, auch zwischen den Zehen, und anschließend noch an der Luft trocknen.

Denken Sie daran: Pilze mögen es feucht. Wenn Sie unter Fußschweiß leiden, helfen Fußdeos und spezielle, antibakterielle und saugfähige Socken und Strümpfe. ComfortSchuh bietet z.B. besonders geeignete Strümpfe mit eingewebten Silberfasern an. Achten Sie bei Schuhen auf Naturmaterialien, denn sie sorgen am besten für trockenes Klima. Leder, Baumwolle und Schurwolle sind Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen, nach draußen weiterleiten und die Füße atmen lassen.

Wenn Sie dennoch der Fußpilz "erwischt" hat, sollten Sie ihn möglichst früh behandeln. Hautpilze werden in der Regel mit Sprays und Salben bekämpft, bei Nagelpilzen wird ein Speziallack aufgetragen. Die Behandlung von Nagelpilz kann mehrere Monate dauern, Sie sollten aber unbedingt durchhalten, denn bei unbehandeltem Nagelpilz droht der Verlust der Nagelplatte. In schwereren Fällen verschreibt der Arzt auch Medikamente, die den Körper von innen vom Pilz befreien.

Reflexzonen-Massage

Der Grundgedanke der Reflexzonen-Massage ist, dass sich sämtliche Organe und Körperregionen in den Fußsohlen widerspiegeln, weil hier deren Nervenbahnen enden – und dass man umgekehrt über die Füße auf die Organe und Körperregionen Einfluss nehmen kann. Der New Yorker Arzt William Fitzgerald beschrieb 1913 erstmals die Reflexzonen, allerdings kannte er noch nicht die genaue Anordnung und stellte die Zonen rein schematisch dar.

Fast 70.000 Nerven-Enden laufen in den Füßen zusammen. Ihre Massage soll Blockaden in den Energiebahnen lösen. Zum Beispiel liegt die Reflexzone für den Kopf in der Mitte des großen Zehs, für die Anregung des Lymphsystems werden die Zehenzwischenräume massiert. In Reformhäusern, Drogerien u.ä. gibt es diverse Hilfsmittel für die Reflexzonenmassage zu Hause, außerdem Schaubilder und sogar Socken, auf denen die Zonen wie auf einer Landkarte eingezeichnet sind. Die Anwendung ist jedoch umstritten – einige Mediziner warnen sogar vor dem Selbstversuch, besonders in der Schwangerschaft und bei akuten Krankheiten. Sprechen Sie im Zweifelsfall zuerst mit einem Arzt oder professionellen Masseur.

Warzen

Warzen auf den Fußsohlen und zwischen den Zehen sind relativ häufig. Man unterscheidet Warzen, die nach außen wachsen und solche, die als Dornwarzen nach innen in den Fuß hineinwachsen. Besonders Dornwarzen treten meist in kleinen Gruppen auf und können beim Auftreten stechend schmerzen, vor allem, wenn sie eine gewisse Größe erreichen. Bei Warzen handelt es sich um gutartige Wucherungen, die durch Viren ausgelöst werden. Sie können in der Regel sehr gut mit frei verkäuflichen Produkten aus der Apotheke behandelt werden, im Zweifelsfall sollte man jedoch besser erst zum Arzt gehen.

Wichtig: Warzen sind ansteckend! Bitte während der Behandlungszeit nicht barfuß in der Wohnung herumlaufen und unbedingt ein eigenes Fußhandtuch benutzen, um andere nicht anzustecken.

Zehen

Die Zehen sind der beweglichste Teil des Fußes. Nur wenige Menschen wissen, wie bedeutend ihre Aufgabe ist – das wird erst klar, wenn man sieht, wie groß die Gehprobleme bei Verlust der Zehen ist, z.B. durch Erfrierungen.

Bei jedem Schritt arbeiten die Zehen mit. Diese Zehenreflexe sind entscheidend für den gesamten Bewegungsablauf, für Durchblutung, Gleichgewicht und Muskulatur. Die vier Hauptreflexe sind:

1. Der Spreizreflex. Nachdem die Ferse aufgesetzt hat, spreizen sich die Zehen fächerförmig in Erwartung der "Landung".

2. Der Greifreflex. Bei Berührung mit dem Boden krümmen sich die Zehen, als wollten sie in den Untergrund "hineingreifen".

3. Der Ausspannreflex. Wenn der ganze Fuß auf dem Boden steht, strecken sich die Zehen aus und entspannen die Streck- und Beugemuskeln.

4. Der Abstoßreflex. Er setzt mit dem Abheben des Fußes ein, wenn das gesamte Körpergewicht auf den Zehen liegt. Beim Wiederaufsetzen beginnt mit dem nächsten Schritt der Kreislauf mit dem Spreizreflex von vorn.

Voraussetzung, dass die unbewussten Zehenreflexe richtig ablaufen können, ist ausreichende Zehenfreiheit auch in geschlossenen Schuhen. Das heißt: natürlicher Platz in Breite und Höhe zum Spreizen, Strecken und Krümmen, aber auch weiche Materialien, die sich mit dem Fuß bewegen. Die Zehenknochen müssen außerdem wie barfuß eine gerade Linie bilden können, ohne zusammengedrückt zu werden. ComfortSchuh berücksichtigt diese Erkenntnisse im Naturkonzept, das sämtlichen Schuhen zugrunde liegt.
Reinigungslotion